Kiwanis
International  
Club Uri
District Switzerland-Liechtenstein
Division 17 - K 12505
AKTUELL

Wenn Kiwaner dem Teufel eine Brücke bauen

 

Am 27. August setzten 25 Kiwaner aus den 4 Clubs Zug, Ennetsee (ZG), Zugerland und Uri mit Steinkörben Brückenköpfe hoch über der Klus hinten im Urnerboden. Dies waren erst die Vorarbeiten für die im Frühjahr 2017 noch zu installierende neue Brücke. Damit soll die Bachüberquerung sicherer werden.

Morgens um 0700 Uhr war auf dem Klausenpass Treffpunkt. Der Eindruck, die Arbeitskleidung wirke bei einigen Personen fremd, täuschte nicht. So versteckte sich hinter einem abgegriffenen Overall ein Banker, der unter der Woche nur Nadelstreifenanzüge trägt; oder ein Steuerverwalter mit einem Pickel über die Schultern? Hier konnte schon eher eine Verbindung zwischen Beruf und Werkzeug hergestellt werden.

Auf dem Arbeitsplatz, dem Teufelsfriedhof auf ca. 2200 m.üM angekommen durfte die Vorarbeit bestaunt werden. Die Steinkörbe wurden von den Verantwortlichen des Verkehrsvereins Urnerboden schon Tage zuvor gesetzt. Das notwendige Material hatte einen kurzen Helikopterflug hinter sich und wurde direkt neben der Baustelle abgesetzt. Es war also alles bestens vorbereitet. Somit konnte mit der Handarbeit begonnen werden. Die 25 Personen schleppten während ca. 1 Stunde Steine in die Nähe der Steinkörbe. Danach wurden diese mit dem angeschleppten Material gefüllt

Punkt 1200 Uhr erschienen auf der Krete 2 Personen, die Verpflegung für diese 25 Personen heranschleppten. Handarbeit macht hungrig! Um 1300 Uhr hiess es: „Fortsetzung der Arbeit“ Neben dem guten Gefühl, wieder mal was Sichtbares geleistet zu haben machte sich aber auch die Anstrengung bemerkbar. Ein kurzes Absitzen auf einem Stein wurde häufiger beobachtet. Hände wurden geschwungen, den Feierabend herbeigesehnt. Manch eine Person musste erkennen, dass die Zwanzig schon längst der Vergangenheit angehören; aber der Einsatz war ungebrochen.

Um ca. 1430 Uhr konnten die Verantwortlichen vermelden, dass beide Brückenköpfe stehen und - so Teufel will - auch genügend gesichert sind. Es bleibt zu hoffen, dass diese auch den extremen Wetterverhältnissen standhalten. Ob dem so ist? Die Antwort wissen wir erst im Frühjahr 2017! Wehe, wenn der Teufel hier wieder aufersteht. Dann kann es passieren, dass die ganze Arbeit buchstäblich den Bach runter gespült wird.